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Title

Ahsan

Date

Description

Ahsan is a refugee from Afghanistan. He was separated from his family as they fled the Taliban and was the only one able to escape to Europe. He must now deal with a new culture while worrying about his family back home.

Duration

0:04:44

Ethnicity

World Region

Language

Collection

Rights

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0 International License. Please contact Immigration History Research Center staff for permissions not covered by this Creative Commons license.

Transcription

[Franziska] In dem Video geht es um Ahsan; er erzählt von seiner Flucht aus seinem Heimatland Afghanistan. Zunächst stellt er sich selbst einmal vor:

[Ahsan] Ich bin neunzehn Jahre alt und möchte über meine Flucht erzählen. Ich konnte nicht in Afghanistan leben, weil unsere Leben in Gefahr war. Ich habe zwei Brüder und vier Geschwister. Ich komme aus Kunduz; das liegt im Norden von Afghanistan. Mein Vater hat als Bauer gearbeitet und ich habe dabei geholfen. Ich war drei Jahre in der Schule. In der stahl musste aber aufhören dahin zu gehen, weil es zu gefährlich war.

[Franziska] Denn in Afghanistan gibt es seit 1994 die Taliban. Sie kämpfen gegen die Regierung, gegen die Polizei, und setzen die Bevölkerungen unter Druck, machen Angst, entführen die Menschen, erpressen und töten sie. Die Taliban haben ihre eigenen Gesetze und sie sind für die terroristischen Anschläge in Afghanistan verantwortlich. Ahsans älterer Bruder hat bei der Arbeit ein Mädchen kennengelernt und sich in sie verliebt, jedoch ist ihre Familie auch bei den Taliban. Ihre Familie wollte nicht, dass sie heiraten, weil Ahsans Familie keine Taliban sind. Deshalb traf sich Ahsans Bruder heimlich weiter mit ihr. Als ihre Familie davon erfuhr, haben sie seinem Bruder die Hand gebrochen. Das war sozusagen ein Warnschuss. Als das Mädchen dann schwanger wurde, mussten die beiden ins Ausland fliehen. Die hätten sonst gesteinigt werden können. Das ist in ihrem Dorf bei einem anderen Pärchen passiert. Danach wurde Ahsans Familie überfallen und nun mussten sie auch fliehen.

Ahsan war damals sechzehn Jahre alt. Die sind nachts im Gebirge gelaufen und mussten leise sein. Die mussten sich verstecken und sollten rennen, wenn die Polizei kommt. Das war mit seinen kleinen Geschwistern sehr schwer. An der Türkischen Grenze kam dann die Polizei und alle sind auseinander gerannt.

[Ahsan] Dabei hatte ich meine Familie verloren. Meine Familie wurden wieder nach Afghanistan geschickt. Ich habe es über die Grenze in die Türkische geschafft. Ich habe mit meinem Vater diskutiert was ich alleine machen soll, und (unintelligible). Mein Vater wollte aber dass ich in Sicherheit bin und weiter nach Europa gehe.

[Franziska] In einem kleinen, überfüllten Boot, ist Ahsan dann von der Türkei nach Griechenland gefahren. Mit dem Bus, dem Zug, und zu Fuß ist er weiter nach Deutschland gereist. Zuerst war er hier in einer Erstaufnahmeeinrichtung und ist dann nach Cottbus in eine Jugendeinrichtung gekommen.

[Ahsan] Als ich achtzehn Jahre alt war, habe ich eine Wohnung bekommen. Während diese Zeit, habe ich viel besser von Deutschen bekommen. Für mich war es schwer, selbst in Sicherheit zu sein und zu wissen, dass das Leben meiner Familie bedroht ist. Mein jüngerer Bruder wurde von den Taliban entführt und sollte ganze Nacht ein paar Wochen aber zurück. Mein Vater ist inzwischen von den Taliban getötet wurden. Meine Mutter lebt mit meinen kleinen Geschwistern allein. Das macht mich auch traurig. Ich kann nicht helfen.

[Franziska] An diesen Tagen kann er sich schlecht auf seine neuen Aufgaben hier in Deutschland konzentrieren. Er ist froh, dass er deshalb mit einer Psychologin sprechen konnte. Sie half ihm, mit der Situation umzugehen. Hier in Deutschland kann er jetzt zur Schule gehen.

[Ahsan] Jetzt gehe ich in die 10. Klasse und danach möchte ich eine Ausbildung beginnen. Aber auch wenn man gute durchsprach und alles macht wie die Deutschen, wird man als Ausländer gesehen. Auf der Straße wurde ich oft komisch angeguckt und manche Leute sind böse zu mir. Ich wünsche mir, dass die Menschen verstehen, dass ich ein normaler Mensch bin. Ich bin dankbar, dass ich in Sicherheit leben kann. Meine Ziel, ist dass die Leute zu verstehen, das wir in Frieden miteinander leben können.



English Translation

[Franziska] This video is about Ahsan; he talks about his escape from his homeland Afghanistan. First, he introduces himself:

[Ahsan] I'm nineteen years old and I want to talk about my escape. I could not live in Afghanistan because our lives were in danger. I have two brothers and four sisters. I'm from Kunduz; that's in the north of Afghanistan. My father worked as a farmer and I helped. I was in school for three years. But I had to stop going because it was too dangerous.

[Franziska] The Taliban have been in Afghanistan since 1994. They fight against the government, against the police, and put the population under pressure, sow terror, abduct people, extort and kill them. The Taliban have their own laws and they are responsible for the terrorist attacks in Afghanistan. Ahsan's older brother met a girl at work and fell in love with her, but her family was also with the Taliban. Her family did not want her to marry because Ahsan's family is not a Taliban. That's why Ahans's brother secretly met with her. When her family heard about it, they broke his brother's hand. That was a warning shot, so to speak. When the girl became pregnant, the two had to flee abroad. Otherwise they could have been stoned. That happened in her village with another couple. After that, Ahans's family was attacked and they had to flee.

Ahsan was sixteen at the time. They ran in the mountains at night and had to be quiet. They had to hide and run when the police came. That was very difficult with his little siblings. At the Turkish border, the police arrived and everyone ran apart.

[Ahsan] I lost my family. My family was sent back to Afghanistan. I made it across the border into Turkey. I have discussed with my father what to do on my own and (unintelligible). My father wanted me to be safe and to go on to Europe.

[Franziska] In a small, overcrowded boat, Ahsan then drove from Turkey to Greece. He traveled to Germany by bus, train and on foot. First he went to a first reception center and then came to Cottbus to a youth facility.

[Ahsan] When I was eighteen, I got an apartment. During this time, I got a lot better from Germans. For me it was hard to be safe myself and to know that the life of my family is threatened. My younger brother was kidnapped by the Taliban and was supposed to go back a few weeks all night. My father has since been killed by the Taliban. My mother lives alone with my little siblings. That makes me sad too. I can not help.

[Franziska] These days, he has trouble concentrating on his new tasks here in Germany. He is glad that he was able to talk to a psychologist. She helped him deal with the situation. Here in Germany he can go to school now.

[Ahsan] Now I'm in the 10th grade and then I want to start training. But even if you speak good and do everything as the Germans do, you are seen as a foreigner. On the street I get strange looks and some people are angry with me. I wish that people understand that I am a normal person. I am thankful that I can live in safety. My goal is that people understand that we can live together in peace.